
Ein Schuss in der WĂŒste von Marokko ist das auslösende Moment einer ganzen Kette von Ereignissen, die vier Schicksale von unterschiedlichen Menschen auf drei Kontinenten miteinander verbindet: Da ist ein amerikanischer Tourist, der in Marokko um das Leben seiner schwer verletzten Frau kĂ€mpft. Ein mexikanisches KindermĂ€dchen, das verzweifelt versucht, die Grenze mit ihren beiden amerikanischen SchĂŒtzlingen zu ĂŒberqueren. Ein taubstummer japanischer Teenager, der gegen den eigenen Vater und dessen mysteriöse Vergangenheit rebelliert. Und zwei kleine Jungs auf der Flucht vor der eigenen Verantwortung. Geschichten und Schicksale, die nur scheinbar keine Verbindung haben.
HandlungRichard und SusanDas Ehepaar Richard (Brad Pitt) und Susan (Cate Blanchett) befindet mit einer US-amerikanischen Reisegruppe auf einer Busreise durch Marokko. Dort wollen die beiden wieder zusammenfinden, nachdem ihr drittes Kind am plötzlichen SĂ€uglingstod verstorben ist. Die beiden anderen Kinder Mike (Nathan Gamble) und Debbie (Elle Fanning) sind derweil im Heimatort San Diego mit ihrem KindermĂ€dchen Amelia (Adriana Barraza) zurĂŒckgelassen worden. Als Susan eine plötzliche Schusswunde im Bus erhĂ€lt, bricht Chaos aus. Die Reisegruppe stoppt im nĂ€chsten Dorf, wo Susan auf einen Arzt sowie einen Krankenwagen warten soll. Doch der Arzt lĂ€sst sich Zeit und auch der Krankenwagen erreicht das Dorf nicht, da die Kunde vom Schuss sich mittlerweile zu einer StaatsaffĂ€re augeweitet hat. Die USA halten den anonymen Ăbergriff fĂŒr eine terroristische Tat, wĂ€hrend die marokkanische Regierung dies abstreitet. So dauert es Stunden, bis endlich ein Helikopter das Dorf ansteuert und Susan in ein Krankenhaus transportiert, wo sie operiert wird.
WĂ€hrenddessen hĂŒtet die mexikanische illegale Einwanderin Amelia in San Diego die beiden Kinder. Sie erhĂ€lt einen Anruf von Richard, dass Susan verletzt ist. Doch am nĂ€chsten Tag soll sie angeblich zur Hochzeit ihres Sohnes fahren dĂŒrfen. Allerdings sagt Richards SchwĂ€gerin ab, sodass Amelia sich gezwungen sieht, die Kinder mit ihr nach Mexiko zu nehmen. Ihr Neffe Santiago (Gael GarcĂa Bernal) holt die drei ab und sie ĂŒberqueren problemlos die Grenze. In Mexiko wird die traditionelle Hochzeit zu einem Spektakel fĂŒr die Kinder, das immer ausgelassener wird. Auch viel Alkohol ist im Spiel, doch Santiago meint, noch in derselben Nacht heimfahren zu können.
WĂ€hrend die Kinder schlafen, nĂ€hern sie sich der Grenze zu den USA. Doch der Grenzbeamte lĂ€sst die kleine Gruppe diesmal nicht so einfach passieren, sondern schikaniert die beiden Mexikaner aufs Ă€uĂerste, sodass Santiago sich provoziert fĂŒhlt und aufs Gaspedal drĂŒckt. Plötzlich vor den Grenzbeamten fliehend brausen sie nun in die WĂŒste, wo Santiago seine Tante mit den Kindern zurĂŒcklĂ€sst und mit dem Versprechen verschwindet, sie bald dort einzusammeln.
Als er allerdings am nĂ€chsten Morgen noch nicht zurĂŒckgekehrt ist, macht sich Amelia verzweifelt mit den Kindern auf den Weg â immer den Reifenspuren folgend. Bald schon macht ihnen die Hitze schwer zu schaffen. Amelia sieht sich gezwungen, die Kinder im Schatten eines Busches zurĂŒckzulassen und weiter nach einer Polizeistreife zu suchen. SchlieĂlich findet sie tatsĂ€chlich einen Polizisten. Dieser verhaftet Amelia zunĂ€chst und hilft ihr dann bei der Suche nach den Kindern. Doch Amelia findet den Ort nicht mehr⊠Erst nach Stunden können die Kinder gerettet werden. Amelia wird jedoch nun aus den USA ausgewiesen und darf die Kinder, fĂŒr die sie seit ihrere Geburt sorgte, nie mehr wiedersehen.
Cheiko (Rinko Kikuchi) ist taubstumm. Seit ihre Mutter sich das Leben genommen hat, lebt sie alleine mit ihrem beruflich erfolgreichen Vater in Tokio. Das Leben als Taubstumme ist nicht leicht. Sie hat zwar ihre beste Freundin (), aber gerade die Kontakte zu gleichaltrigen Jungs gestalten sich als schwierig. Als ihre Freundin dann auch noch in einem Club ausgerechnet den Jungen kĂŒsst, der Cheiko gefĂ€llt, fĂ€llt das MĂ€dchen in eine depressive Stimmung. Zuhause angekommen, lĂ€sst sie den Polizisten zu sich nach Hause kommen, der schon seit geraumer Zeit versucht, ihren Vater zu sprechen. Doch der Grund hierfĂŒr liegt nicht, wie Cheiko meint, in dem Selbstmord ihrer Mutter. Der Polizist interessiert sich fĂŒr ihren Vater, da dieser einst einem JĂ€ger in Marokko ein Gewehr schenkte, das nun fĂŒr den Anschlag auf Susan verwendet wurde.
Nachdem Cheikos Versuch, den Polizisten zu verfĂŒhren, misslungen ist, scheint sie am Boden zerstört zu sein. Alle Trauer und Wut brechen aus dem MĂ€dchen heraus und sie offenbart ihr ganzes Leid dem Polizisten. Dieser kann das MĂ€dchen trösten und verlĂ€sst die Wohnung. Als Cheikos Vater nach Hause zurĂŒckkehrt, findet er seine Tochter nackt auf dem Balkon stehend. Wortlos schlieĂt er sie in die Arme.